Maculelê

Santo Amaro da Purificacao no Reconcavo  Baiano ist eine Stadt, die durch ihre grünen Zukerrohrpflungen gekennzeichnet ist, und ein Flecken Erde, der stark von kulturellen Einflüssen der afrikanischen Nachfahren geprägt ist.

Die Wiege der Capoeira in Bahia, war ebenfalls die Bühne der Geburt von Maculelê, eine expressionistischer Ausdruckstanz, gerichtet an männliche Teilnehmer, die in einer Gruppe tanzen und dabei mit großen Messern gegeneinander antreten, dies zum Rhythmus der Atabaque und zu Gesang in afrikanischem oder dem jeweiligen regionalen Dialekt.
Maculelê war der Höhepunkt aller Volksfeste, kleineren Feiern und wurde zum Gedenken am Ehrentag der Heiligen Nossa Senhora da Purificacao (2. Februar), der Schutzheiligen der Stadt. Innerhalb aller Feste von Santo Amaro war Maculelê durch die vibrierenden Rhythmen und den Farbenreichtum am mitreißendsten.
Der Sage zufolge basiert die Aufführung der Maculelê auf einer alten Episode, die sich in einem kleinen Indianerdorf im Königreich der Iorubà zutrug. Dort verließen einmal alle Krieger gemeinsam das Dorf, um jagen zu gehen, so dass im Dorf neben den Frauen und Kindern nur noch einige wenige Männer zurückblieben, von denen die meisten alt waren.
Dies nutzte ein feindlicher Stamm, um das Dorf mit einer Überzahl an Kriegern anzugreifen.
Die Männer, die noch im Dorf geblieben waren, wurden angeführt von einem Krieger namens Maculelê. Sie sahen, dass sie sich bewaffnen mussten, und nahmen sich Holzstöcke stellten sich den Eindringlingen entgegen. Durch ihren großen Mut konnten sie die Eindringlinge vertreiben.
Als die anderen Krieger heimkehrten und erfuhren, was passiert war, veranstalteten sie ein großes Fest, in dem Maculelê und seine Mitstreiter demonstrierten, auf welche Weise sie die Eindringlinge vertrieben hatten.
Diese Geschichte wurde hernach durch den Stamm an alle Nachfahren stets weitergegeben, um sich immer daran zu erinnern, angereichert mit spezieller charakteristischer Musik und merkwürdigen Körperbewegungen.
Der Tanz ist also eine Hommage an den Mut jener aufrechten Krieger.


 

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